Biographie

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Das Schlagzeugerleben begann für mich erst relativ spät im Jahre 1990, mal abgesehen von ein paar Trommelversuchen auf Kochtöpfen und Pappkartons im Kindesalter. Durch ein paar Bekannte, die eine Southern Rock Cover Band gegründet hatten, bekam ich die Möglichkeit auf dem Set des Drummers zu üben. Aus der Möglichkeit wurde ein täglicher Vorgang und es dauerte gar nicht lange, bis die Band mich fragte, ob ich nicht bei Ihnen spielen wollte. Gesagt, getan und da der Drummer sein Set jetzt auch nicht mehr brauchte, kaufte ich es ihm kurzerhand ab. Mein erste Drumset: Ein mit perlmutfarbener Folie bezogenes Pearl (zu sehen im Instrumentenbereich). Irgendwann löste sich diese Band durch den Fortgang der Mitglieder auf.

Über einige Ecken hörte ich etwas von einem Gitarristen namens Öli und einem Sänger Micha, die einen Drummer suchten. Wir trafen uns, jammten ein bißchen und es passte sofort. So zog es mich musikalisch nun nach Lübeck. Wir nannten uns ”Colours of Spring” und hatten einige kleine Auftritte. Da wir nur zeitweise eine komplette Band waren, (Bassisten waren Mangelware und der benötigte 2. Gitarrist war auch nicht so einfach zu finden) entwickelte es sich immer mehr zu einem Studioprojekt. Dabei sind einige gute Songs herausgekommen.
In dieser Zeit legte ich mir mein zweites Set (ein schwarzes Sonor Force 3000 zu). Alles endete dann als es, nennen wir es mal so, Differenzen innerhalb der Band gab.

Eines Tages traf ich auf einer Tankstelle einen Freund aus Kindertagen (Moses) wieder. Er hatte gehört das ich auch Musik mache und sprach mich darauf an. Er hatte zusammen mit Zörga gerade eine Rock Cover Band gegründet und sie suchten einen Drummer. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten und einigen Bandmitglieder- und Instrumenten-Tauschaktionen lief alles recht gut. Ein eigener Proberaum wurde gesucht, gefunden und ausgebaut (die Zeit der Proberaummitbenutzung war vorbei).
Die Band hieß ”Phengarnes Gate”, ist ein ungewöhnlicher Name, hat aber eine einfache Erklärung. Er setzt sich aus den letzten beiden Buchstaben der Vornamen aller Bandmitglieder zusammen.
Wir spielten eine Menge Auftritte auf Stadtfesten, Motorrad Club Partys und Drogen-Präventions-Veranstaltungen.
Irgendwann in diesem Zeitraum konnte ich ein uraltes Sonor-Set ergattern. Es „lag“ zwischen allem möglichen Trommelzeug in einem Proberaumkeller rum, der viel später noch eine entscheidende Bedeutung haben wird, was ich da aber noch nicht ahnen konnte. Nachdem ich den Besitzer ausfindig gemacht hatte, sagte der mir, dass ich das ganze Zeug nur komplett oder gar nicht haben konnte, also nahm ich kurzerhand alles. Daraus ist dann das Kuhfell-Set entstanden.
Doch zurück zur Band, diese löste sich nach einer durchaus interessanten Zeit dann auf.

Über eine Anzeige im Oxmox lernte ich Stefan, Miloud und Arne aus Neumünster kennen. Nach dem ersten Treffen, inklusive einer Probe war alles klar. Ein Bassist war schnell gefunden (hier herrschte im Gegensatz zu Lübeck scheinbar kein Bassistenmangel) und ”Headquarter” war geboren.
Auch hier gab es (wie immer irgendwie) einige Umbesetzungen und Veränderungen, inklusive zweier Proberaumumzüge. Aber letztendlich ergab es eine gut laufende Band, mit der ich zweimal im Studio war und einige gute Auftritte (u. a. Klosterrock NMS, Rock am „Einfelder See“) absolviert habe.
Aber irgendwann, Ihr ahnt es vielleicht bereits, zerbrach auch diese Band.

Aus den Resten von Headquarter entstand mit dem Keyboarder Stefan und dem letzten Bassisten Jan das Projekt ”Groove Ind.”. Nach einiger Zeit der Stilfindung und des Rumprobierens mit Sequenzer, Loops und allerlei Elektronik versuchten wir Anfang des Jahres 2001 eine komplette Band auf die Beine zu stellen, aber aufgrund mehrere Probleme (Sängersuche, fehlende Zeit bei Jan) lösten wir das Projekt im April auf.

Ungefähr zur gleichen Zeit beschlossen Miloud, Arne und ich unser Akustik-Projekt voran zu treiben. Wir erweiterten das Repertoire, einigten uns auf den passenden Namen ”Dreiklang” und sind dann bei einigen Gelegenheiten (Privatpartys, Vernissage-Eröffnung) aufgetreten. Doch auch diese Band gibt es nicht mehr, obwohl sie, wenn ich mich recht erinnere auch nie offiziell aufgelöst wurde.

Parallel dazu bin ich auf Moses’ Angebot eingegangen mit ihm in einer Comedy Rock Cover Band zu spielen. Nachdem die Musikersuche abgeschlossen war, fingen wir mit den Proben an und suchten uns Songs aus. Doch als nach einem halben Jahr noch kein sichtbares gutes Ergebnis vorhanden war, beschlossen wir gemeinsam die Band aufzulösen. Das war im Januar 2002.

Daraus hervorgegangen ist aber das Akustik Projekt ”Body, Mind and Soul”. Unser Programm sollte aus einer Mischung aus Cover-Songs und eigenen Stücken bestehen. Ich spielte da keine Drums, sondern wie bei Dreiklang ein Percussin-Set, hauptsächlich eine Cajon. Doch da die Proben immer seltener wurden und wir dadurch diesem Projekt nicht mehr die nötige Zeit widmen konnten, haben wir es Ende Juli 2002 wieder aufgelöst.

Einige Wochen nach dem Einstieg in die oben genannte Fun-Cover-Band war ich bei einer legendären Party bei Benny. Als ich zur Toilette wollte und diese besetzt war, spielte ich mit meinen dürftigen Kenntnissen auf einer herumliegenden Gitarre herum und als ich von der Toilette kam, spielte jemand anderes darauf herum. Wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass er Sänger einer Band ist, in der noch ein Schlagzeuger fehlt. Wir tauschten Telefonnummern aus und schon in der darauffolgenden Woche trafen wir uns zum ersten Mal (hier nun übrigens der oben erwähnte und inzwischen völlig renovierte Proberaumkomplex, in dem ich mein Kuhfell-Set ”gefunden” hatte).
Es passte sofort. Die Band nannten wir ”One-Piece-Cake”. Wie schon gewohnt gab es auch hier einige Umbesetzungen und Veränderungen, doch als nach dem ersten Auftritt und der Studioaufnahme gleichzeitig der Bassist und der eine Gitarrist die Band verließen, läutete das den Anfang vom Ende ein.
Im Januar 2004 trennten wir uns vom Sänger, ein Ersatzbassist war inzwischen gefunden, und wollten das Konzept ändern und unter anderem Namen weitermachen. Doch die Sängersuche hierfür gestaltete sich extrem schwierig, die Motivation sank und der Frust stieg.

Und als ich dann im Mai 2004 ”zufällig” zu einer Session mit meinen alten Headquarter Bandkollegen Miloud und Arne und dem Gitarristen Roman eingeladen war, bemerkten wir alle, dass da eine große Portion Energie und Potential vereint war. Wir beschlossen daraus etwas zu machen und gründeten die Band, die wir nach erfolgreichen Sängerinnensuche Para[laiz] nannten.

Begründet durch eine Unzufriedenheit mit der Sängerin stiegen Roman und ich im Oktober/November 2004 wieder aus und planten unsere gemeinsame musikalische Zukunft weiterhin unter dem Namen Para[laiz].
Wir beschlossen kompromisslos und ohne Eingeständnisse unsere Musik zu machen und legten uns eine Groovebox zu, um unserer Vorstellungen umsetzen zu können. Da wir zu dieser Zeit keinen Proberaum hatten trafen wir uns regelmäßig im Timo’s in Neumünster. Es wurden jedesmal feuchtfröhliche Abende, an denen wir ausloteten, was uns musikalisch vorschwebt.

Als wir im März 2005 bei einer befreundeten Band im Proberaum unterkommen konnten und wir den Sänger Räf kennenlernten, kam der Stein richtig ins Rollen. Seine Art zu Singen und seine tiefgründigen Texte überzeugten uns sofort. Um musikalisch mehr Möglichkeiten zu haben, sprach ich irgendwann den alten OPC Gitarristen Mario an, welcher die Band komplettierte. Einen Bassisten hatten und brauchten wir nicht. Dies übernahm die Groovebox mit.

Wir ordneten uns der ”neuen deutschen Härte” zu, kombinierten Nu-Metal und Industrial mit tiefgründigen deutschen Texten, spielten einige sehr gute Gigs (Lichtspielhaus Itzehoe, Klosterrock NMS und im Timo’s in NMS), nahmen eine CD auf und zogen, nach kurzem Gastspiel im Subline-Sound-Studio-Komplex, in einen eigenen 100 qm großen Traumproberaum mit Sitzecke, Lagerbereich und Drumpodest um. In der Kürze der Zeit waren wir denke ich sehr erfolgreich.

Aufgrund extremer privater Veränderungen Ende 2005 / Anfang 2006 und eines unschönen Vorfalles kam es zwischen Roman und mir zu immer größeren Differenzen, die irgendwann unüberwindbar wurden und so entschloss ich mich, obwohl diese Band genau das war was ich immer machen wollte und trotz all der Zeit, der Arbeit und des Herzblutes welches ich investiert hatte, Ende Februar 2007 Para[laiz] zu verlassen.

Das Leben ist Veränderung und ein Ende ist auch zugleich immer ein neuer Anfang und auch diesmal ließ ein neues Projekt nicht lange auf sich warten. Moses wollte musikalisch wieder mal was starten und suchte Leute für eine Deutsch-Rock-Pop-Cover-Band und so sagte ich zu. Ein Bassist und ein Proberaum war auch schon vorhanden, es fehlten also nur noch der Gesang und ein Gitarrist.
Für den Gesang konnten wir recht schnell die ehemalige Phengarnes Gate Sängerin Zörga verpflichten, doch die Gitarristensuche gestaltete sich , anders als erwartet, recht schwierig. Nach zahlreichem Ausprobieren empfahl uns Jockel irgendwann unseren neuen Gitarristen Tim.
Da wir schnell merkten, dass reines Covern nicht unser Ding war, schrieben wir eigene Songs und komplettierten unser Repertoire mit einigen extrem abgewandelten Coversongs und gaben uns den namen Edelbitter. Ende März 2008 wechselten wir von unserem Proberaum als Zweitband in einer Scheune in Fehrenbötel in unseren eigenen Proberaum im Komplex des ehemaligen Subline-Sound-Studios in Wahlstedt. Dort hatten wir den ehemaligen Aufnahmeraum gemietet.
Doch dieser Motivationsschub hielt leider nicht lange an und was Ende 2007 schon leise begonnen hatte, setzte sich nun fort. Immer mehr Proben wurden kurzfristig abgesagt und Termine für neue Proben zu finden wurde immer schwieriger. Die Gespräche wurden häufiger, das Musikmachen weniger und im Juli 2008 war der Frust so groß, dass Edelbitter aufgelöst wurde.

Wie die Jungfrau zum Kinde bin ich dann auch zu meinem nächsten Projekt, der Band Trashcanation gekommen. Eigentlich wollte ich ja nur unseren Proberaumschlüssel für den Edelbitter-Proberaum abgeben und platzte mitten in die Abmischung der neuesten CD des Singer-Songwriter-Projektes „Trashcanation“ aus Hamburg hinein. Die Musik gefiel, wir waren uns symphatisch und er suchte Leute, um daraus eine komplette Band zu machen. Wir machten einen Termin aus, probten zusammen und schon war der Drops gelutscht.
Mitte des Jahres 2010 stieß Caro zur Band, die mit ihrem Geigenspiel die Musik perfekt ergänzte. Wir spielten sehr viel live und haben von Flensburg über Hamburg bis Uelzen eine Menge Gigs, unter anderem im Kaiserkeller und in der Academy in Hamburg absolviert. Ausserdem nahmen wir 2 CD’s zusammen auf, eine ganz am Anfang noch ohne Caro und eine zum Abschied Ende 2010. Insgesamt hatten wir eine manchmal nicht einfache, aber schöne Zeit zusammen.
Im Dezember 2010 hörte ich zusammen mit Tim dem Bassisten bei Trashcanation auf. Grund hierfür waren abweichende Ansichten innerhalb der Band und veränderte Prioritäten und Interessen. Trashcanation wird es aber weiterhin wieder als Singer-Songwriter-Projekt geben.

Nach meinem Ausstieg von Trashcanation und einer kurzen Ruhephase ohne Band ergab sich dann eine „Grundkonstellation“ aus Roman (Paralaiz), Sascha (Edelbitter) und mir. Wir musizierten so vor uns hin und trafen uns regelmäßig. Wir suchten weitere Mitmusiker und als nächstes kam der Ex „Bäd Influence“-Gitarrist Alex zu uns. Hauptaugenmerk war zusätzlich zur Beherrschung des Instrumentes auch die persönliche Komponente. Wir wollten Mitmusiker die zu uns passten und mit denen wir uns genau so gut verstehen wir wir jetzt unter uns. Als letztes kam Ingo am Gesang zu uns. Die CD „Hart am Wind“ ist entstanden und wir haben fleißig geprobt und Songs einstudiert. Nach 2 erfolgreichen Auftritten und mitten in der Probe- und Bewerbungsphase für weitere Auftritte nahm es wie schon öfters eine unschöne Wendung und die Band hatte sich damit sehr spontan erledigt.

Ist aber nicht so, dass ich nun ”arbeitslos” bin. Hatte inzwischen mit Toddl ein Ambient-Elektro-Jazz-Rock Projekt begonnen, zu dem inzwischen auch Miloud der Headquarter Gitarrist zugestoßen ist. So langsam dreht sich das aber hin zu einem ausgewachsenem Bandprojekt in Richtung Progessive-Rock inspiriert durch Bands wir „Faith no more“, „Tool“ oder „Porcupine Tree“. Mal sehen was da noch draus wird. Zusätzlich haben Miloud, Arne und ich das alte Dreiklang Projekt wieder aufleben lassen und damit auch schon 2 Auftritte absolviert. Das werden wir auch fortführen, zwar ohne regelmäßige Proben, aber immer mal wieder, wenn irgendwo eine Auftrittsmöglichkeit ansteht.